Event «Future Readiness von Organisationen» Wie VR und CEOs Zukunftsfähigkeit steuern

Veröffentlicht
11. April 2026
Event «Future Readiness von Organisationen» - Wie VR und CEOs Zukunftsfähigkeit steuern
Ende März 2026 begrüssten wir über 70 Verwaltungsräte und CEOs an unseren Future Leadership Events «Future Readiness von Organisationen». Im Zentrum stand die Frage, wie sich Zukunftsfähigkeit erkennen, fördern und steuern lässt.

Die Key-Takeouts aus den Events zusammengefasst

Die zentrale Erkenntnis lautet: Zukunftsfähigkeit ist weder ein Kulturthema noch ein HR-Projekt, sondern eine Führungs- und Governance-Aufgabe.

Dort, wo Verwaltungsrat und CEO die Zukunftsfähigkeit ihrer Führungsorganisation nicht aktiv hinterfragen, entsteht Stillstand – selbst bei klarer Strategie.

Wichtige Zahlen aus der Keynote von Dr. Arndt Pechstein und Dr. Martin Schwemmle, The Future Company:

CEO-Turnover durch Verwaltungsrats-Entscheidungen: 2023: 13 Prozent, 2024: 22 Prozent, 2025: 32 Prozent 
CEO-Turnover durch Verwaltungsrats-Entscheidungen: 2023: 13 Prozent, 2024: 22 Prozent, 2025: 32 Prozent 
31 Prozent sehen sich selbst als zukunftsfähig, aber nur 8 Prozent ihre Organisation
31 Prozent sehen sich selbst als zukunftsfähig, aber nur 8 Prozent ihre Organisation

Einordnung: Die steigende CEO-Fluktuation zeigt, dass Führung an der Spitze volatiler wird. Für Organisationen bedeutet das nicht nur personelle Wechsel, sondern häufig strategische Unruhe, kulturelle Irritation und sinkende Zukunftssicherheit. Umso wichtiger ist es, dass Verwaltungsräte nicht nur Nachfolgen sichern, sondern die Zukunftsfähigkeit ihrer gesamten Führungsorganisation aktiv überprüfen.

Hype vs. Realität – das sind die Kernbotschaften aus der Keynote:

  1. Zukunftsfähige Menschen allein machen noch keine zukunftsfähige Organisation. Wenn Strukturen, Führungslogiken und Gremien Veränderung blockieren, verpufft selbst starkes Leadership.
  2. KI entfaltet ihre Wirkung nur im Zusammenspiel mit Human Intelligence. Technologie ist ein Hebel, aber Führung, Vertrauen und Zusammenarbeit entscheiden darüber, ob daraus echte Wirkung entsteht.
  3. Zukunftsfähige Organisationen steuern nicht mit dem Blick zurück, sondern schauen konsequent nach vorne. Wer Zukunft gestalten will, braucht weniger Verwaltung des Bestehenden und mehr Lern- und Entwicklungskultur.
  4. Die grösste Blockade liegt oft im System selbst: in Gremien und Führungsstrukturen, die Stabilität mit Zukunftsfähigkeit verwechseln.
Eveline Muhmenthaler
Partner Viavanta

«Executive Search ist heute weniger Besetzung als Advisory: Entscheidend ist, welche Persönlichkeiten ein Unternehmen für seine nächste Entwicklungsphase braucht – und ob Organisation und Kultur den Wandel zulassen.»

Was bedeutet das für Verwaltungsräte und CEOs?

Aus der Podiumsdiskussion und dem anschliessenden Austausch mit den Gästen ergaben sich unter anderem folgende Inputs und Erkenntnisse:

1. Zukunft beginnt bei der Führungslogik – nicht bei Tools

Zukunftsfähigkeit scheitert selten am Wissen. Sie scheitert daran, dass Organisationen an überholten Denkmustern, einer schwach ausgeprägten Fehlerkultur und mangelnder psychologischer Sicherheit festhalten. Wer nur Prozesse modernisiert, ohne Führungsverhalten und Entscheidungslogiken zu verändern, bleibt im Alten gefangen.

2. Governance muss Zukunftsfähigkeit aktiv prüfen

Die zentrale Frage für Verwaltungsräte lautet nicht nur: Ist die aktuelle Führung leistungsfähig? Sondern: Ist sie anschlussfähig an das, was das Unternehmen morgen braucht?

Dazu gehören:

  • CEO-Profil und Leadership-Style
  • Zusammensetzung der Geschäftsleitung
  • Kompetenzen und Haltung im Verwaltungsrat selbst
  • Fähigkeit des Systems, Lernen und Veränderung überhaupt zuzulassen

Im VR braucht es keine reine Fachexperten, sondern Menschen mit Mut und Neugierde, die Risiken zulassen und Chancen erkennen.

3. Zukunftsfähigkeit entsteht nicht unter operativem Dauerdruck

Viele Unternehmen wollen Probleme von heute bereits morgen gelöst haben und setzen dabei auf Methoden von (vor)gestern. Dabei wird übersehen, dass zentrale Hebel wie Kultur, Vertrauen und Führungsqualität Zeit brauchen.

Im Alltag dominiert oft das Dringliche über das Wichtige. Genau deshalb müssen Verwaltungsrat und CEO diese Themen bewusst priorisieren. Zukunftsfähigkeit entsteht nicht nebenbei, sondern durch konsequentes Handeln.


Unsere Podiumsgäste: Boris Pesek (CEO Alnatura Schweiz, am 25. März, nicht auf dem Bild), Lena Steiner (CEO OBI Schweiz, am 26. März), Sabina Furler (Multi-VR, Partner Expert for Leaders), Moderator Thomas Suter (Viavanta), Eveline Muhmenthaler (Viavanta) sowie von The Future Company Dr. Arndt Pechstein (links vorne, auf dem Podium am 25. März) und Dr. Martin Schwemmle (am 26. März).

Entscheidend ist nicht die Frage, wer das Unternehmen führen kann, das wir heute sind, sondern, wer das Unternehmen aufbauen kann, das wir morgen sein müssen.

Welche Erfahrungen machst du zum Thema Future Readiness? Wir freuen uns auf den Austausch.

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